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Siedlungsökologie

Mehr Qualität im Siedlungsraum

Unter diesem Titel führt die "Strategie Biodversität Schweiz" des Bundesamts für Umwelt das Ziel, das Potenzial im Siedlungsraum besser zu nutzen. Die Biodiversität kann nämlich nicht nur in der "Natur", sonder auch im Siedlungsraum massgeblich gefördert werden. So kommen z.B. in der Stadt Zürich rund 1200 Pflanzenarten vor (gesamtschweizerisch rund 3000), in der intensiv genutzten Landschaft findet sich nur ungefährt die Hälfte der Arten auf einer vergleichbaren Fläche.

Sie können also in Ihrem Garten, auf Flachdächern, an Mauern oder Gebäudefassaden viel für die Natur tun, diese so vor der eigenen Haustüre erleben und sich in einer naturnahen Umgebung erholen.

Neophyten vermeiden/bekämpfen

Die Bepflanzung von Grünanlagen und Gärten hat einen grossen Einfluss auf unsere Umwelt. Die meisten heute als "Problempflanzen", Neophyten oder invasive Arten bezeichneten Pflanzen wurden ursprünglich als Zierpflanzen in Gärten eingeführt. Von da sind sie "ausgebrochen" und bedrohen heute unsere Artenvielfalt und verursachen auch grosse Kosten in der Bekämpfung. Die schlimmsten Arten - Ambrosia, Japanischer Knöterich, nordamerikanische Goldruten, Riesenbärenklau, drüsiges Springkraut und Essigbaum - sind heute verboten und dürfen weder verkauft noch gepflanzt werden und sind an vorhandenen Standorten zu bekämpfen.

Es werden aber immer noch Pflanzen verwendet, die das Potenzial haben zu den Problempflanzen von morgen zu werden: Dazu gehört der als Heckenpflanze beliebte Kirschlorbeer, der Sommerflieder oder der Götterbaum. Zu all diesen Pflanzen gibt es gute einheimische Alternativen. Helfen Sie mit und verzichten Sie in Ihrem Garten auf solche Exoten.

einheimische Pflanzen fördern einheimische Tiere

Über die Jahrhunderte haben sich Tiere und Pflanzen gemeinsam entwickelt und oft extrem spezialisiert: So fressen Raupen gewisser Sommervogelarten nur eine Pflanze, fehlt diese Futterpflanze verschwindet auch dieser Sommervogel. Einheimische Stauden und Gehölze bieten daher viel mehr als nur Nektar während der Blüte wie manche Exoten. Als Faustregel gilt: Von einer einheimischen Staude sind rund 10, von einem Strauch rund 100 und von einem Baum rund 1000 Tierarten abhängig. Bei rund 3000 einheimischen Pflanzen lässt sich fast jeder Gartengestaltungswunsch erfüllen. Helfen Sie mit und verlangen Sie bei Ihrem Gärtner oder beim Pflanzeneinkauf einheimische Pflanzen! Oft gibt es da besondere Schätze zu entdecken, zum Beispiel ganz in der Nähe am jährlichen Spezialitätenmarkt in der Hochschule Wädenswil.

Quelle: Magazin Umwelt 02/2013, Hrsg. BAFU

naturnahe Gartengestaltung

Sie möchten Ihren Garten naturnah gestalten? Dann finden Sie in der Linksammlung weiterführende Informationen. Es gibt schon kleine Massnahmen, die viel bringen: Zäune mit Bodenfreiheit erlauben zum Beispiel dem Igel ungestört von Garten zu Garten zu ziehen. Dafür dankt er mit dem Vertilgen von Schnecken. Kleinstrukturen wie Steinhaufen, Trockensteinmauern oder Asthaufen bieten Raum für Eidechsen, Igel, Amphibien und viele Insekten.

Möchten Sie wissen, wie es um Ihren Garten steht? Dann machen Sie den Gartencheck!

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