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Asbest und andere Gebäudeschadstoffe

Bei Bauarbeiten besteht das Risiko, dass Luftschadstoffe freigesetzt werden. Bei älteren Gebäuden (Baujahr vor 1990) finden sich oft asbesthaltige Bauteile (z.B. alte Elektrotableau's), bei energetischen Sanierungen oder Neubauten können sich Schadstoffe durch die dichte Gebäudehülle übermässig anreichern (z.B. Radon).

Für die Beratung in diesem Bereich braucht es Fachleute, weshalb wir für Sie einige Links zusammengestellt haben. Bauherrschaften sollten sich ihrer Verantwortung bei allen Baumassnahmen (bewilligungspflichtig oder nicht) bewusst sein und diese auch wahrnehmen. So schreibt z.B. die eidg. Bauarbeitenverordnung in Art. 3 Abs. 1/1bis klar vor:

"Bauarbeiten müssen so geplant werden, dass das Risiko von Berufsunfällen, Berufskrankheiten oder Gesundheitsbeeinträchtigungen möglichst klein ist und die notwendigen Sicherheitsmassnahmen, namentlich bei der Verwendung von Arbeitsmitteln, eingehalten werden können.

Besteht der Verdacht, dass besonders gesundheitsgefährdende Stoffe wie Asbest oder polychlorierte Biphenyle (PCB) auftreten können, so muss der Arbeitgeber die Gefahren eingehend ermitteln und die damit verbundenen Risiken bewerten. Darauf abgestützt sind die erforderlichen Massnahmen zu planen. Wird ein besonders gesundheitsgefährdender Stoff im Verlauf der Bauarbeiten unerwartet vorgefunden, sind die betroffenen Arbeiten einzustellen und ist der Bauherr zu benachrichtigen."

Seit 1. Januar 2016 schreibt die eidg. Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA; SR 814.600) zudem in Art. 16 verbindlich vor, dass wenn Bauabfälle mit umwelt- oder gesundheitsgefährdenden Stoffen zu erwarten sind, zwingend ein Entsorgungskonzept mit den Baugesuchsunterlagen der Baubehörde eingereicht werden muss (ebenso wenn über 200 m3 unbelastete Bauabfälle anfallen).

Luftschadstoffe

Zu den Luftschadstoffen gehören auch Emmissionen aus unsere Heizungsanlagen. Seit 1986 sorgt die eigd. Luftreinhalteverordnung für bessere Luft, die Grenzwerte wurden dabei laufend der technischen Entwicklungen angepasst.

Die Einhaltung der Grenzwerte wird bei Heizungen in der Regel alle 2 Jahre kontrolliert. Der Eigentümer hat dabei die Wahl entsprechend ausgebildete Fachleute zu beauftragen (meist die Heizungsfirma im Rahmen des Servicevertrags) oder die amtliche Kontrolle zu wählen. Eine Ausnahme bildet die erste Messung bei der Inbetriebnahme einer neuen Heizung, welche zwingend durch den amtlichen Kontrolleur vorzunehmen ist.

Bodenbelastungen

Bei Bodenbelastungen wird oft von "Altlasten" gesprochen. Darunter versteht der Gesetzgeber aber nur Bodenbelastungen die wegen schädlicher Auswirkungen sofort saniert werden müssen. Standorte mit Bodenbelastungen aus früheren Deponien, Betriebsstandorten und Unfällen werden im "Kataster der belasteten Standorte (KbS)" aufgeführt. Einerseits bei schädlichen Auswirkungen und andererseits bei Zustandsänderungen (z.B. Überbauung) müssen die Standorte genauer untersucht und das Vorgehen individuell festgelegt werden. Im Kanton Zürich ist dafür die AWEL Sektion Altlasten der Baudirektion zuständig. Der Kataster der bealsteten Standorte kann auch online eingesehen werden.

Daneben existiert noch der "Prüfperimeter für Bodbenverschiebungen (PBV)". Mit diesem soll die Vermischung von unbelastetem Bodenmaterial mit leicht belastetem Bodenmaterial verhindert werden. Im Prüfperimeter sind z.B. Korridore entlang stark befahrener Strassen (Eintrag z.B. von Abrieb von Pneus/Fahrbahn/Bremsen) oder Areale von Gärtnereien (Eintrag z.B. von Düngemitteln) verzeichnet. Werden aus diesen Prüfbereichen über 50 m3 Aushub verschoben, muss die Bodenverschiebung durch eine Fachperson begleitet werden (unterhalb dieser Schwelle gilt die Eigenverantwortung). Zuständig ist die kantonale Fachstelle für Bodenschutz.

Ergänzende Informationen zum Inhalt

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